Versunkene Schätze / Hidden treasures: SALÄR

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In this column „Versunkene Schätze“ I describe hidden words, i.e. „old“ and unusual words.

Mit spitzer Feder kämpfe ich für die Erinnerung an verschwundene Wörter der deutschen Sprache. Deshalb werden in meinem blog unter dem Titel „Versunkene Schätze“ in losen Abständen Wortschätze ans Licht gehoben.

Diese alten Wörter haben es verdient, denn manchmal zaubert ein versunkenes Wort eine ganze vergessene Welt herbei, die Welt der Mythen und Sagen, die Welt des Mittelalters oder die Welt der Kinder. Die eigene Erinnerung an Großmutters Dialekt oder die Lieblingsmärchen, in denen die alten Wörter noch lebendig waren. Und vielleicht findet eines der Wörter wieder zurück in das Heute. Viel Vergnügen beim Entdecken!

Heute bekommt man für seine Arbeit, wenn alles gut geht, Lohn oder Gehalt. Früher sagte man dazu Salär. Obwohl mir die Schreibweise etwas ins Auge sticht, stammt das Wort doch vom französischen, eleganter geschriebenen (finde ich!) salaire. Laut DUDEN soll das Salär noch in Österreich und in Süddeutschland Verwendung finden, zum Beispiel im Sinne von Verdienst. (Für Informationen darüber aus erster Hand wäre ich dankbar;-)

Ursprungsform ist das lateinische salarium, das eine Naturalentlohnung durch Salz bezeichnete. Salz war in verschiedenen Gegenden und zu allen Zeiten Zahlungsmittel. Es war deshalb so wertvoll, weil einerseits die Herstellung aufwändig war und es andererseits für die Konservierung und als Würze von Speisen Verwendung fand.

Die Bezahlung mit Salz war nur eine von vielen Möglichkeiten, einen Kauf zu tätigen. Erinnert sei hier an Schmuck und Edelsteine, Waffen, Gold und Silber, Muscheln, Wolle, Samen und Nüsse…

Übrigens gibt es heutzutage mancherorts ein sogenanntes Salarium, das zu Trinkkuren, Massagen, Inhalationen und Vollbäder auf der Grundlage von Salz einlädt. Diese Dienstleistung lassen sich die Anbieter wiederum mit einem angemessenen Salär vergüten.

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  1. Salär wird tatsächlich hierzulande (Österreich) noch verstanden und ab und an verwendet. Meistens in der Bedeutung von einem hohen Gehalt (fürstliches Salär). Mein subjektiver Eindruck ist, dass bei Salär bei uns immer eher die Bedeuting mitschwingt, dass es eine zu hohe Entlohnung für die tatsächliche Betätigung ist („fürstliches Salär für EU-Beamte“). Aber das ist mein persönliches Empfinden, dass jedoch häufig von der Verwendung dieses Begriffs in diesem Zusammenhang in Zeitungsartikeln bestätigt wird. Im offiziellen Geschäftsbereich wird „Salär“ jedoch auch bei uns meines Wissens nicht verwendet.

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