Berliner Stadtgang: Am Gendarmenmarkt I – Der Beginn

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Schauspielhaus am Gendarmenmarkt
Jeder Berlin-Besucher wird über kurz oder lang zum Gendarmenmarkt geführt, dabei wird ihm erklärt, dass dies der schönste Platz Europas sei. Der Besucher wird innerlich die Augen verdrehen und denken: „Warum müssen die Berliner immer so maßlos übertreiben?“ Das weiß ich auch nicht, aber ich mag diesen Platz sehr und habe mich deshalb auf Spurensuche begeben.
Der Historiker Prof. Laurenz Demps weiß zuverlässig zu berichten, dass sich an dieser Stelle im Mittelalter die Heide von Cölln befand, sumpfig und mehrmals überschwemmt, seit die kurfürstlichen Mühlen in der Nähe der Schleusenbrücke gebaut wurden. Im Jahre 1443 bezog der Kurfürst sein Schloss in Cölln und mit ihm waren Bedienstete, Beamte, Höflinge, Bürger und deren Familien gekommen. Sie brauchten Platz und Cölln erweiterte sich um drei Vorstädte, so wie es vielhundertfach überall geschah: Gertraudenvorstadt, Köpenicker Vorstadt und Werdersche Vorstadt. Die neuen Einwohner bauten kleine Vorstadthäuser, Sommerhütten, Gärtnereien und Meiereien.
Durch diese Heide führte der kürzeste Weg zur Hauptfestung der Brandenburger, nach Spandau, deren Bau 1560 begonnen wurde, aber die besuchen wir ein anderes Mal.

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