Berliner Stadtgang: 100 Jahre „Clärchens Ballhaus“

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In 1900, there were nearly 900 ballrooms in Berlin. Some of them are still there among them „Clärchens Ballhaus“ right at the center of Berlin located in the Auguststraße and named after the founder.

The story of Clara is her advancement: she learned the profession attendant in Cottbus, changed to Berlin and married Fritz Bühler in 1912. One year later, they founded the ballroom „Bühlers Ballhaus“ formely the Central-Festsäle. Since the 1920s, there was an illuminating advertising „Clärchen“ visible for pedestrians. She was a member of the entrepreneurs‘ association „Ballhausschwestern“ giving her support and exchange. Temporarily, the 1st floor hall was leased by the students of the gymnast organisation of the Friedrich-Wilhelm University (now Humboldt University). In 1928, Clara’s husband Fritz died and she was now the director. In 1931, she married again but she remained true to the Ballroom. Now she was the absolute head, a tight, hardworking and fair boss.

The sheepherder’s daughter Clara was now the owner of a villa, loved to work at her garden, drove a car and took the waters at the hotel of her husband in Franzensbad. In 1971 she died in her small flat behind „Clärchens“.

The ballroom „Clärchens“, whose building was partly destroyed in 1945, is an institution and meeting point of tourists and Berlin residents anymore.

See the literature:  Marion Kieser „Berlin tanzt in Clärchens Ballhaus“, Nicolaische Verlagsbuchhandlung 2013

and the reading: 19th September 2013, 8 pm at the book store „Pankebuch – Die schönsten Bücher des Nordens“

Im Berlin der Kaiserzeit soll es 900 Ballsäle gegeben haben, einige wenige haben die Wirren der Zeit überstanden. Eines davon ist „Clärchens Ballhaus“ in Mitte, Auguststraße, benannt nach der Gründerin.

Claras Geschichte ist ein Aufstieg: sie lernt Kaltmamsell in Cottbus, geht nach Berlin und heiratet 1912 Fritz Bühler. Ein Jahr später, ab dem 13. September 1913, betreiben sie „Bühlers Ballhaus“, vormals Central-Festsäle. Seit den 1920ern leuchtet die Reklame „Clärchen“ senkrecht an der Straßenfront. Die „Ballhausschwestern“, eine Art Unternehmerinnenverband von Frauen, denen Clärchen angehört, bieten Austausch und Unterstützung. Clärchen veranstaltet Witwenbälle des Witwenclubs Tugendrose und Kaffeekränzchen.

Zeitweise vermieten die Bühlers den oberen Saal als Mensurboden an die Studenten der Turnerschaft Borussia der Friedrich-Wilhelm-Universität (heute Humboldt-Universität zu Berlin). Ab 1928, als Fritz stirbt, übernimmt Clara allein die Leitung, und als sie 1931 erneut heiratet, bleibt sie bis 1967 dem Etablissement treu. Sie ist die unumschränkte Herrscherin, streng, fleißig und gerecht.

Die Schäferstochter vom Lande besitzt nun eine Villa, liebt die Gartenarbeit, fährt Auto, kurt gern im Familienhotel ihres zweiten Ehemannes in Franzensbad. Sie stirbt 1971 in ihrer kleinen Wohnung im Hinterhaus des „Clärchens“, das  bis ins neue Jahrtausend hinein in Familienbesitz bleibt.

„Clärchens Ballhaus“,  dessen Vorderhaus 1945 zerbombt wurde, ist weiterhin eine Institution und nach wie vor Treffpunkt für Berliner und Touristen.

Literatur: Marion Kieser „Berlin tanzt in Clärchens Ballhaus“, Nicolaische Verlagsbuchhandlung 2013

Lesung: am 19. September 2013, 20 Uhr „Pankebuch – Die schönsten Bücher des Nordens“

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  1. Ich liebe es! Jede Weihnachtsfeier der Arbeit endet dort und das seit mehreren Jahren. Obwohl es ein merkwürdiger Schuppen ist, ist es immer einen Besuch wert! 🙂

  2. Pingback: Such mich – search for me No. 4 | andreamaluga

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