Gesehen auf der Berlinale 2014 – Ciencias Naturales (Naturkunde)

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Foto3656Es ist wieder Berlinale-Zeit! Die Berlinale ist das Filmfestival in Berlin, von dem ich schon mehrmals berichtete: Hier geht es zu meinen Rezensionen der Vorjahre.

Heute stelle ich einen argentinisch-französischen Film des Regisseurs Matías Lucchesi vor. Der Film Ciencias Naturales (Natural Sciences) lief in der Originalsprache Spanisch mit englischen Untertiteln und wurde deutsch live eingesprochen. (Kategorie: Generation Kplus, empfohlen ab 10 Jahre)

Kinder-Rezension von Fantaghiro, 10 Jahre: Mir hat der Film sehr gefallen, weil wir im Unterricht gerade genau denselben Stoff haben 😉 und weil Lila so hartnäckig geblieben ist bei der Suche nach ihrem Vater. Ich fand sehr schön, dass die Lehrerin ihr Mut gemacht hat und sie so unterstützt und sogar für sie gelogen hat. Auch dass sie die lange Fahrt auf sich genommen hat, obwohl der Ort 400 km entfernt lag. Lila fand ich toll, sie hat die Gefühle und alles gut gespielt. Die Natur und die Berge haben mich sehr beeindruckt, auch dass die Kinder so frei sind und ein Pferd zum Reiten haben. Die englischen Untertitel konnte ich immer mitlesen und wenn ich sie nicht verstanden habe, hörte ich auf die deutsche Synchronstimme. Das Thema hat mich sehr interessiert, weil es sonst nicht so in Kinderfilmen angesprochen wird.

+++BREAKING NEWS+++ Großer Preis der Internationalen Jury von Generation Kplus für den besten Langfilm, im Wert von € 7.500 gestiftet vom Deutschen Kinderhilfswerk: Ciencias Naturales von Matías Lucchesi +++BREAKING NEWS+++

Interviewfragen der Kinder nach der Vorstellung am 11. Februar 2014 an den Regisseur des Films, Matias Lucchesi, und der Hauptdarstellerin Paula Hertzog:

Was hat der Titel mit dem Film zu tun?

Matias: Der Titel heißt übersetzt „Naturkunde“, damit sind in dem Film drei Dinge gemeint: Zunächst unterrichtet die Lehrerin zweimal das Fach „Naturkunde“, die Kinder lernen, welche Bedingungen die Pflanzen für ihr Wachstum brauchen. Zweitens beschäftigt sich der Film mit dem Erwachsenwerden, so wie es die Natur will. Und natürlich mit den neuen Fragen, die dabei entstehen. Die Suche nach dem Vater ist also ebenfalls Naturkunde.

Wieviel Leute haben an dem Film mitgearbeitet?

Matias: Insgesamt zählte das Team 40 Leute, Schauspieler und Techniker. Das ist recht wenig, weil wir ein kleines Budget hatten.

Wie lange dauerten die Dreharbeiten?

Matias: Zwei, drei Monate.

Wie viele Techniker saßen bei dem Dreh noch im Auto?

Matias: Meistens waren insgesamt fünf Menschen im Auto. Außer den beiden Schauspielern noch der Kameramann, der Tonmann und noch jemand. Es war sehr unbequem. Deshalb haben wir den Tonmann öfter wieder aussteigen lassen, weil es auch sehr schnell gehen musste. Den Ton haben wir dann nachbearbeitet.

Gibt es die Schule in den Nebelbergen tatsächlich?

Matias: Ja, sie ist weitab von Siedlungen gelegen, man benötigt 6 bis 7 Stunden, um über holprige Straßen dorthin zu gelangen. Einige der Schüler, die dort leben, haben sogar im Film mitgespielt!

Könntest du die vorstellen, auch auf eine solche Internatsschule zu gehen?

Paula: Wenn ich in den Bergen aufgewachsen wäre, sicherlich. Aber ich wohne drei Blocks vom Meer entfernt in einer Stadt. Dort ist es ganz anders als in den Bergen.

Gehört das Pferd dir?

Paula: Leider nicht.

War der Schmied der richtige Vater von Lila?

Matias: Ja, Lila hat zum Schluss ihren Vater gefunden.

Ist das dein erster Film?

Paula: Nein, ich habe schon einmal in einem Film mitgespielt. Der Film wurde auch in Berlin (Berlinale 2011, d.A.) aufgeführt, deshalb war ich auch schon einmal hier. Ich erinnere mich gut, es hat mir gefallen, ich war damals Eislaufen.

Was war das Schwierigste beim Filmdreh?

Paula: Es war sehr kalt und ich musste das schwere Sattelzeug des Pferdes schleppen. Das war sehr anstrengend.

Und das Schönste?

Paula: Das wir alle zusammengearbeitet haben.

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