Gelesen: Walter Kempowski „Tadelloeser und Wolff“

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loeser und wolffFoto: Hans-Joachim Pfau, mit bestem Dank!

Some time ago, I discovered Walter Kempowski’s world of literature for myself, the Kempowski archive in Rostock made a essential contribution to this. The archive is located next to the medieval University of Rostock and housed a small but fine museum. For everyone who wants to become acquainted with the work of Kempowski, I recommend the novel „Tadelloeser und Wolff“. It contains a retrospection of Kempowski’s childhood betwen 1938 and 1945. The novel is part of the series „Deutsche Chronik“ which was painstakingly planned by Kempowski and published. The novel’s title is inspired by a joke of Kempowski’s father using the Berlin tobacco factory „Loeser und Wolff“ for a malapropism (see the photo). With deadpan humor, bemusing dialogs and interposed text chunks, Kempowski describes the intrusion of the reality caused by the political situation into the idyllic world of the family. It is a subtle text without pointing the finger. It’s absolutely worth reading! (transl.: Doc T., thanks 😉 )

Es ist schon eine Weile her, dass ich Kempowski für mich entdeckte. Viel dazu beigetragen hat das Kempowski-Archiv in Rostock, gleich neben der altehrwürdigen Universität gelegen, das ein kleines, feines Museum beherbergt. Für Leser, die Kempowskis Werk kennenlernen möchten, empfiehlt sich sein Roman „Tadelloser und Wolff“, der dessen Kindheitserinnerungen von 1938 bis 1945 enthält. Der Roman ist Teil der „Deutschen Chronik“, die Kempowski akribisch plante und veröffentlichte. Der Titel des Romans lehnt sich an einen Ausspruch seines Vaters an, der damit den Namen der Berliner Tabakwarenfabrik „Loeser und Wolff“ (siehe Bild) verballhornte. Mit trockenem Humor, verwirrenden Dialogen, eingeschobenen Textstücken u.a.  schildert Kempowski das Eindringen der Realität in das krampfhaft aufrecht erhaltene Familienleben, das angesichts der politischen Entwicklungen zu wanken beginnt und auseinander fällt. Sehr subtil und ohne erhobenen Zeigefinger. Absolut lesenswert!

PS: Zitat Hans Pfau zum obigen Foto: „Ein altes Original- Bild und diese Messing-Aschenbecher und Zündholzschachtelhalter fand man in fast jeder Elbinger Kneipe.“

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