Berliner Stadtgang: Skandinavisches (Nordisches) Viertel – Teil II

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Im Nordosten Berlins, die Stadtteilgrenze zwischen Prenzlauer Berg und Pankow überschreitend, sogar bis in den Wedding hinein, gibt es ein Skandinavisches oder auch Nordisches Viertel. Es zieht sich am nördlichen S-Bahn-Stadtring entlang, beginnend am S-Bahnhof Prenzlauer Allee, und ich bin ihm auf der Spur! In Teil I gab es das hier zu lesen.

An der Prenzlauer Allee sind diese drei Straßen zu finden, die uns, passend zum Sommerwetter auf zwei Ostseeinseln führen: Rügen – der wir uns im nächsten Stadtgang widmen – und Usedom.

Die Ahlbecker Straße ist benannt nach dem Seeheilbad auf der deutschen Ostsee-Insel Usedom. Usedom wiederum liegt im Nordosten Deutschlands, in Vorpommern. Ein Teil der Insel gehört schon zum polnischen Staatsgebiet, hier jedoch zu Westpommern. Da sieht man mal wieder, dass alles eine Sache des Blickwinkels ist… Im 10. Jahrhundert gab es auf Usedom eine slawische Burg, 1298 bekam die Siedlung deutsches (lübisches) Stadtrecht. Die Insel hatte im Laufe der Jahrhunderte mit vielen Eroberern zu tun: die Dänen, die Schweden und schließlich die Preußen. Heutzutage erobern vor allem die Berliner sommers die feinsandigen Ostseestrände, leider nicht mehr ganz so bequem wie früher:

Ab 1876 gab es sogar eine direkte Bahnverbindung von Berlin nach Ahlbeck, die seit den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges 1945 jedoch unterbrochen ist, weil die Wehrmacht die Brücken gesprengt hatte. Auf Usedom befand sich im Zweiten Weltkrieg die Heeresversuchsanstalt Peenemünde, auf deren Raketentestgelände die V2-Rakete gebaut wurde. Die Wunderwaffe der Deutschen kam nicht mehr zum Einsatz.

Ahlbeck wird neben Heringsdorf und Bansin Kaiserbad genannt, weil schon König Friedrich Wilhelm IV. und die kaiserliche Familie in diesen Orten ihre Ferien verbrachten.

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Stadtgang Berlin: Skandinavisches (Nordisches) Viertel – Teil I

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Am Ostseestrand

Den Berliner zieht es spätestens seit Aufkommen der Badekultur in den Hohen Norden, zumindest bis an die quasi vor der Haustür liegenden Ostseestrände.
Kurt Tucholsky beschrieb 1927 in seinem Gedicht „Das Ideal“ des Berliners folgendermaßen:

Ja, das möchste:
Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße…

Die Friedrichstraße stand zu Tucholskys Zeiten synonym für das Vergnügen schlechthin, billiges Essen und Trinken, Spielhöllen und Prostitution dominierten das damalige Ausgehviertel.

Aber zurück zur Ostsee: Offensichtlich mochten die Berliner auch im harschen städtischen Winter ihre Sehnsuchtsziele nicht missen und benannten viele Straßen nach den im Sommer besuchten Orten.
Und wie er so ist, der Berliner, musste er auch mal schauen, wie es hinter der Ostsee aussieht. Und er fand es dort gleichfalls schön, das bezeugen die Straßennamen im Skandinavischen Viertel.
Mehr von den nordischen und skandinavischen Straßen gibt es demnächst in Teil II zu lesen.

Such mich / Search for me No. 5

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Mein blog wird gern gelesen, was mich freut. Interessant ist manchmal, wie die Leser auf  mich stoßen, welche Stichworte sie bei der Suche eingeben. Hier einige Kostproben:

Many people like my blog. It’s very interesting for me to see which keywords are relevant to locate me. Here is a little taste:

1. skandinavisches viertel prenzlauer berg: Ab und zu begebe ich mich auf Spurensuche und unternehme Stadt- und Landgänge, diesmal im viel geliebten Stadtteil Berlins, Prenzlauer Berg.

2. milchmanns: ein Lieblingskaffeehaus, nicht nur für Autoren.

3. rote grütze-geschichten: Mein Hermann, den ich mal geschenkt bekam, wohnte in einem Rote-Grütze-Plastikeimer, bevor ich mich seiner liebevoll annahm und in eine Keramikschüssel einziehen ließ.

4. vatikanbrot geschichte: Hermann aka Vatikanbrot… siehr Nr. 3.

5. kompott duden: Du sollst Dein Kompott nicht essen, bevor Du nicht im Duden die Schreibweise nachgeschlagen hast? Jedenfalls merkte ich an, dass man den Rumtopf auch als Kompott genießen kann. Vielen Dank an meine Blog-Kollegin von Alte Liebe Hamburg, die mir freundlicherweise das Foto und das Rezept zur Verfuegung gestellt hat.

6. mit beiden augen, grafik, wolfgang würfel: Der Maler Wolfgang Würfel hat in seinem Schaffen ua. 1000 Feuilletons von Heinz Knobloch mit Vignetten versehen, die Rubrik in der „Wochenpost“ hieß „Mit beiden Augen“.

7. schreibwettbewerb 2015: Nun schon zum zweiten Mal veranstaltete ich im Rahmen meiner Schreibwerkstatt ZeilenZauber einen Schreibwettbewerb, diesmal zu Thema „Frieden“, es nahmen etwa 100 Kinder teil!

8. tausendsassa duden: In meiner Rubrik „Versunkene Schätze“ spüre ich vergessenen Wörtern nach, hier also „Tausendsassa“.

9. claudius von stolzmann new york: Da hat wohl jemand meine BERLINALE-Rezension des Films „Kopfueber – Upside down“ gefunden!

10. osterhase kiepe zeichnen: Beim Zeichnen konnte ich sicher nicht behilflich sein, aber über den Ursprung der Kiepe aufklären.

Ich wünsche, wohl gelacht zu haben.

Such mich – search for me No. 4

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Mein blog wird gern gelesen, was mich freut. Interessant ist manchmal, wie die Leser auf  mich stoßen, welche Stichworte sie bei der Suche eingeben. Hier einige Kostproben:

Many people like my blog. It’s very interesting for me to see, wich keywords are relevant to locate me. Here is a little taste:

1. werden die pfirsiche abgepellt für rumtopf: Wenn ich das wüsste… vielleicht schmeckt’s besser ohne Pfirsichhaut? Alles andere über den Rumtopf und die passende Musik dazu erfährt der geneigte Leser hier.

2. konsistenz hermann: Immer wieder Hermann, er hat mir vor langer Zeit Freude bereitet und ist offensichtlich immer noch in der Welt, der Kuchen 😉

3. lustige geschichten handwerker: Ja, lustig kann er auch sein, der Handwerker Hannes. Auf jeden Fall berlinert er, was das Zeug hält und hat zu allem eine Meinung.

4. familienbeistand jena: In dieser ernsten Angelegenheit war mein Beitrag sicher nicht hilfreich, aber ansonsten tauchte die Wortverbindung in meiner Rezension für den Berlinale-Film „Kopfüber“ auf, in dem auch Interviewfragen beantwortet wurden.

5. massagen nordisches viertel berlin: Ich als viel sitzender Kopfarbeiter liebe Physiotherapie und ähnliches, aber die Adressen der im Nordischen Viertel ansässigen Massagepraxen sind mir nicht geläufig. Dafür war ich als Stadtgängerin im Nordischen Viertel unterwegs. Dabei fällt mir auf: war ich lange nicht, sollte ich bald wieder tun. Und darüber selbstverständlich berichten.

6. rumtopf etikett: Weiß nicht, ob man ein Etikett auf den Rumtopf kleben muss. Meist hat man ja nur einen „rum“zustehen und weiß, was sich darin befindet. 😉 Gut, ich hör schon auf zu kalauern und gebe weiter zum Rumtopf-Rezept, siehe Punkt 1.

7. cafe winsenz telefon: Wenn das Tischtelefon gemeint ist, mit dem man diskret die Dame seines Herzens vom Nachbartisch anwählen kann, die gibt es nicht im Café Winsenz, jedoch in Clärchens Ballhaus. Ich hatte zu beiden was zu sagen 😉

8. claudius von stolzmann new york: Claudius von Stolzmann ist einer der Darsteller im Film „Kopfüber. Vielleicht ist er grad in New York? Siehe Punkt 4.

9. apfel muffin: Auf diesem blog ist ja Platz für Vieles, vor allem jedoch für Literatur, Sprache und Herkunft von Wörtern. Und manchmal gibt’s sogar ein Rezept, in diesem Falle eines für Apfelmuffins. Guten Appetit!

10. weihnachtsgeschichten – lieblingstante: Patentante bin ich, sogar zweimal. Weihnachtstante eher nicht. Aber ich veranstalte regelmäßig Weihnachtslesungen, in diesem Jahr sicherlich auch. Vielleicht hilft das weiter?

Ich wünsche, wohl gelacht zu haben.