Archiv der Kategorie: Gesehen und Gelesen

Interview mit ChrisTine Ziegler „Jaguarkrieger“

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Jaguarkrieger von Tine Ziegler

Sie ist in aller Munde – die Autorin ChrisTine Ziegler, die mit ihrem Debüt „Jaguarkrieger“ alle ab 12 aus dem Lesesessel reißt. Darum geht es: Im fast völlig zerstörten Berlin der Zukunft kämpfen der 16-jährige Will und seine Jaguarkrieger ums Überleben. Sie haben seit Jahren keine Unterstützung der Eltern und müssen allein klar kommen. Allerdings hat eine Firma sehr wohl ein sogar tödliches Interesse, die Jugendlichen zu finden. Ein durchgeknallter Angestellter kommt Will dabei so nah wie sonst niemand. Neben modernen Elementen wie Genoptimierung, Computerspiel und jede Menge Action kommen die klassischen Sujets eines Romans wie Freundschaft, Verrat und Verzeihen nicht zu kurz. Das Buch geht im Familien- und Freundeskreis von Hand zu Hand 😉 Unbedingt lesen!

Das Buch „Jaguarkrieger“ wurde von boys&books für die Altersgruppe 14+ zum Top-Titel Winter 2018 gewählt. Außerdem gibt es seit kurzem sogar einen Buchtrailer – der Verfilmung steht also nichts mehr im Wege 🙂

Ich hatte das Glück, mit der Autorin ein Interview führen zu können. Viel Vergnügen!

Interview mit ChrisTine Ziegler:

Siehst Du die Zukunft tatsächlich so düster wie in Deinem Buch?
Ich bin eine Buntseherin. Wie Mia glaube ich, dass wir unsere Welt gestalten und verändern können.

Möchtest Du, dass Deine Bücher verfilmt werden?
Unbedingt. Ich gehe liebend gerne ins Kino. Genauer gesagt fahre ich mit dem Fahrrad hin. Beim Schreiben sehe ich die Geschichte als inneren Film. Meine Helden irgendwann auf der großen Leinwand zu erleben, wäre ein Traum.

Wo müsste Deine perfekte Lesung stattfinden?
Für die Jaguarkrieger wäre ein verlassenes, noch eingerichtetes Haus perfekt.

Wo schreibst Du Deine Geschichten?
Unterwegs sammle ich Zeilen und Kapitel handschriftlich in einem Heft oder auf Zetteln. Ordentlich wird es dann am Computer. Ich tippe entweder im Garten oder in meinem kleinen Schreibzimmer.

Hättest Du gern zu einer anderen Zeit gelebt?
Nein. Aber ab und zu gehe ich schon gerne auf Zeitreise. Dann besuche ich alte Gebäude oder Museen. Gegenstände und Kunstwerke sind spannende Geschichtenerzähler.

Wem hörst Du am liebsten zu?
Den Wellen am Meer.

Was wolltest Du als Kind werden?
Abwechselnd Pilotin oder Schriftstellerin.

Seit wann schreibst Du?
Seit der ersten Klasse.

Wie heißt Dein Lieblingsbuch?
Das wechselt wöchentlich. Es gibt so viele tolle Bücher! Nur eines nennen, wäre unfair.

Welche literarische Heldin ist Dein Vorbild?
Ronja Räubertochter

Bist Du Bibliotheksnutzerin?
Ja! Ich bin gerne unter Büchern: in Bibliotheken, Buchhandlungen, auf Flohmärkten, vor Bücherregalen von Freunden… Manchmal finde ich sogar ein ausgesetztes Buch in der S-Bahn oder auf einer Parkbank. Ab und zu lasse ich auch selbst eines frei.

Welches Tier hättest Du gerne?
Bei mir wohnen meine Wunschtiere: zwei Katzen.

 

 

 

 

 

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Zwischen Dinosauriern und eingelegten Spinnen: Premierenlesung des Wunderkammer-Schreibkurses im Naturkundemuseum am 7. Dezember 2018

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Dinokopf am Eingang

Was ich seit einigen Wochen so treibe? Ich besuchte mit dem Wunderkammer-Schreibkurs die Sammlungen des Naturkundemuseums, stöberte in staubigen Regalen, wanderte durch verwirrende Gänge, löcherte die Mitarbeiter mit Fragen.  Anschließend ersannen wir Kursteilnehmer unter fachkundiger Anleitung wundersame Texte über Tausendfüßer, Spinnen, Tiger, Flugsaurier, Milben, Zebras, Bernstein und alles mögliche mehr. Lasst Euch in der Premierenlesung überraschen!

Der Wunderkammer-Schreibkurs des Naturkundemuseums zu Berlin

präsentiert ihre allererste Lesung am

Freitag, den 7. Dezember 2018, 16 bis 18 Uhr.

Der Eintritt für diese Veranstaltung ist frei, der reguläre Eintritt für das Museum (8 bzw. 5 Euro)  berechtigt zur Teilnahme.

 

 

 

Leute! Es ist so gut wie Weihnachten: Lesebühne Für_Wort am 22. November 2018

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Plakat Lesebühne Für_Wort_November-2018j

Liebe Kulturinteressierte,

ein ereignisreiches Lesebühnenjahr geht zu Ende.

Es gab einen (schweren) Abschied von Susanne Riedel, eine offene Begrüßung für Andrea Maluga und natürlich viele tolle Gäste.

Unser Jahresabschluss steht unter dem Motto: Damenwahl 😉

Veronika Rieger ist eine Frau der Gegensätze: Von der Bühne in den Club, in den Gottesdienst, ist als Künstlerin und Theologin alles dabei.

Vom oberbayrischen Garmisch-Partenkirchen zog es sie zuerst nach München und dann nach Berlin. Als PoetrySlammerin und Autorin bereist Veronika die Bühnen des deutschsprachigen Raumes und spricht dort über Gesellschaft, Glaube und Feminismus. Sie erzählt Geschichten, die sie in ihrem Alltag gesammelt hat.

Janine Schweiger ist Erzählerin und mit dieser Kunst seit 2005 professionell für junges und reifes Publikum mit diversen Programmen unterwegs, aber der Mittelpunkt ihrer Arbeit liegt in Berlin.

Am Rhein geboren, an der Wesel getauft, an der Donau aufgewachsen und an der Spree das freie Erzählen gelernt!
Seit über zwölf Jahren erzählt Frau Schweiger nun schon in Schulen, Büchereien, Kultureinrichtungen und Theatern Geschichten aus aller Welt.

Und warum? Darum: „Was gibt es Schöneres, als diesen einen Moment, wenn man merkt, dass alle im Publikum einen gebannt anstarren, mal mit offenen Mund, mal nicht, aber alle mit großen offenen Augen – so dass man sieht wie ihnen die erzählten Bilder durchs Hirn sausen!“, O-Ton Janine Schweiger.

 

Ela Ramonis ist die erste Musikerin, die ein zweites Mal bei FÜR_WORT auf der Bühne steht. Sie nimmt uns mit auf eine Reise durch die Irrwege der Emotion, des Erwachsenwerdens und der Sinnsuche in einer Zeit, die von Schnellebigkeit und Unversöhnlichkeit geprägt ist.

Mit ihrer Gabe, Dinge zwar ästhetisch aber deutlich auszudrücken, entführt uns die Wahlberlinerin in ein musikalisches Spektrum zwischen Chanson, Pop und Klassik.

Ihre lange Suche nach einem eigenen Stil – den sie letztlich neu erfand und selbstbewusst inszeniert, verdankt sie auch der Zusammenarbeit mit dem Berliner Produzenten Ludwig Karsch.

Ela Ramonis unverwechselbare Stimme und ihre energetische Bühnenpräsenz sorgen stets dafür, dass man von einer besseren Welt träumen kann. Ohne zu vergessen, wer man ist und was noch vor einem liegt, um die Welt zu bereichern.

Am 15. November erscheint ihr neue CD „Hallo, ich bin´s“.

Fühlt euch herzlich eingeladen – gemeinsam mit uns – eine letzte anregende Kleinkunstzeit in diesem Jahr zu verbringen. In diesem Sinne schöne Weihnachten und guten Rutsch, bevor wie uns dann am 24. Januar 2019in alter Frische wiedersehen ❤

Herzlichst

Andrea & Matthias

#Inktober 2018: 12. Oktober „Wal / Whale“

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Seit 2009 inspiriert der Inktober jedes Jahr die Künstler der Welt, mit Tusche oder Fineliner jeden Tag des Monats Oktober zu einem bestimmten, täglich neuen Thema eine Zeichnung anzufertigen. Schön und gut. Aber wir setzen noch eins drauf! Denn was ist schon eine Zeichnung ohne Geschichte? Richtig 😉 Also versuche ich, mit einem Drabble – einem Geschichtenentwurf aus genau 100 Wörtern – die wunderschönen Illustrationen von FantaghiroArt zu begleiten. Hier unsere Ergebnisse. Viel Spaß!

Since 2009 exists the Inktober. And here you can see our results: the sketches of FantaghiroArt and 100-words-drabbles written by me, Andrea Maluga. Enjoy!

INKtober-12-whale(Gastbeitrag aus der ZeilenZauber-Schreibwerkstatt von Junia, 10 Jahre)

12. Oktober 2018: Inktober – Drabble zum Thema „Wal / Whale“

Es war still. Ich hörte meinen eigenen Atem. Ich bildete mir ein, ein leises Plätschern
zu hören. Es kam aus der Schneekugel, die auf meinem Schreibtisch stand. Es war
aber keine gewöhnliche Schneekugel, wie sie es auf Weihnachtsmärkten gab. Wenn
man sie schüttelte, stiegen statt Schnee kleine Luftblasen auf und ein kleiner Wal
schwamm in ihr.

Ich bildete mir aber nicht nur das Plätschern ein sondern auch ein
leises Flüstern. Oder war es doch da? Es wollte raus. Raus aus dieser Kugel. Und
bevor ich darüber nachdachte, warf ich die Schneekugel aus dem Fenster. Ich hörte
wie das Glas zersprang.

 

#Inktober 2018: 10. Oktober „Flowing / Fließend“

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Seit 2009 inspiriert der Inktober jedes Jahr die Künstler der Welt, mit Tusche oder Fineliner jeden Tag des Monats Oktober zu einem bestimmten, täglich neuen Thema eine Zeichnung anzufertigen. Schön und gut. Aber wir setzen noch eins drauf! Denn was ist schon eine Zeichnung ohne Geschichte? Richtig 😉 Also versuche ich, mit einem Drabble – einem Geschichtenentwurf aus genau 100 Wörtern – die wunderschönen Illustrationen von FantaghiroArt zu begleiten. Hier unsere Ergebnisse. Viel Spaß!

Since 2009 exists the Inktober. And here you can see our results: the sketches of FantaghiroArt and 100-words-drabbles written by me, Andrea Maluga. Enjoy!

Inktober 10 2018 flowing Lucias Zeichnung10. Oktober 2018: Inktober – Drabble zum Thema „Flowing / Fließend“

(Gastbeitrag aus der ZeilenZauber-Schreibwerkstatt von Miko, 14 Jahre)

Der Regen durchnässt meine Haare und fließt an meinem Gesicht hinunter. Ab und zu ist eine Träne dabei, warm im Kontrast zu den eiskalten Regentropfen. Ich versuche, meine von der Kälte starren Händen in meinen Jackentaschen zu verbergen, doch diese sind vom Regen schon komplett durchweicht.

Auf das Wasser vor mir schauend stelle ich mir vor, dass ich nicht alleine bin, dass dieser Fluss weiter fließt, aus der Stadt hinaus an einen Ort, wo jemand anderes gerade an seinem Ufer sitzt. Und dieser jemand sitzt dort und stellt sich vor, dass es da draußen jemanden gibt, der an ihn denkt.

 

Es herbstelt auf der Lesebühne Für_Wort am 25. Oktober 2018

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Plakat Lesebühne Für_Wort_OKtober_2018
Dieses Mal gebe ich auf der Lesebühne Für_Wort die Dame vom Amt und lasse mich umschwärmen von den Herren der Schöpfung. Beziehungsweise von den Texten und Noten 😉 Wir sehen uns am Donnerstag, den 25. Oktober 2018, 19.30 Uhr im wunderbaren NaumannDrei in der Schöneberger Naumannstraße 3!
Schwärmt also alle mit, wenn Matthias Rische und ich folgende Gäste und ihre Werke präsentieren:

Ralph Mönius
kommt aus Regensburg. Er schreibt, seit er es gelernt hat.
In seiner Heimatstadt arbeitete er an verschiedenen Theaterbühnen und schrieb mehrere Stücke. Anschließend studierte er Fit mit Schwerpunkt Drehbuch. Mit „Grimmatorium – eine deutsche Chronik“ veröffentlichte er 2018 seinen ersten Roman bei Periplaneta. Inzwischen lebt Ralph in Berlin, wo er nach und nach die Lesebühnen entert.

Helge Großklaus wurde 1965 in Bad Segeberg geboren und lebt seit 1984 in Berlin. Hier setzte eine Maskenbildnerausbildung in den Sand und verdiente seinen Lebensunterhalt als Verkäufer, Barkeeper, Altenpfleger, Filmemacher, Grafiker, Lokführer, Kajak-Guide und Autor. Er selbst bezeichnet sich als Universaldilettanten. So wurde er zu „Helge, dem Hinterhofdichter“, der seine unzähligen Erfahrungen in sein Schreiben einfließen lässt. Regelmäßig trägt er seine Gedichte vor Publikum vor – oder verpackt sie in Bücher.

Christian Graye  Ehrliche und gefühlvolle Texte, eingängige Melodien und ein guter Groove: Der Berliner Singer-Songwriter vereint diese Elemente in teils melancholisch-nachdenklichen, dann wieder optimistisch-heiteren Songs. Das verbindende Element bleibt stets seine einzigartig kraftvolle, warme Stimme. Auf den Bühnen Berlins feierte er in diesem Jahr sein Debüt und begab sich auf die Reise zu seiner musikalischen Bestimmung.

#Inktober 2018: 9. Oktober „precious / wertvoll“

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Seit 2009 inspiriert der Inktober jedes Jahr die Künstler der Welt, mit Tusche oder Fineliner jeden Tag des Monats Oktober zu einem bestimmten, täglich neuen Thema eine Zeichnung anzufertigen. Schön und gut. Aber wir setzen noch eins drauf! Denn was ist schon eine Zeichnung ohne Geschichte? Richtig 😉 Also versuche ich, mit einem Drabble – einem Geschichtenentwurf aus genau 100 Wörtern – die wunderschönen Illustrationen von FantaghiroArt zu begleiten. Hier unsere Ergebnisse. Viel Spaß!

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Inktober 9 2018 precious Lucias ZeichnungFür Gundermann

Am Abend auf der Bank hinterm Haus. Sonnenuntergang.

Nach der Schicht im Tagebau, allein, ganz oben über der Welt schwebend in der Kanzel des Riesenbaggers. Der hat zuerst die Menschen vertrieben und dann ihre Erde umgewühlt. Das Unterste zuoberst. Fördert die Kohle, die am Abend schon längst verfeuert ist. Die Kohle, die sie wärmt und umbringt.

Der Bagger fährt und fährt, Zentimeter für Zentimeter, unaufhaltsam, ohne Gnade.

Erde, Kohle, Knochen brechend. Bringt Arbeit, Leben, Wärme. Hinterlässt Stille, Leere, Nichts in einer Mondlandschaft.

Komm, wir feiern noch‘n Fest“, sagt Gundermann und holt seine Gitarre.

An diesem Abend im Frieden.“

#Inktober 2018: 8. Oktober „Star“

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Seit 2009 inspiriert der Inktober jedes Jahr die Künstler der Welt, mit Tusche oder Fineliner jeden Tag des Monats Oktober zu einem bestimmten, täglich neuen Thema eine Zeichnung anzufertigen. Schön und gut. Aber wir setzen noch eins drauf! Denn was ist schon eine Zeichnung ohne Geschichte? Richtig 😉 Also versuche ich, mit einem Drabble – einem Geschichtenentwurf aus genau 100 Wörtern – die wunderschönen Illustrationen von FantaghiroArt zu begleiten. Hier unsere Ergebnisse. Viel Spaß!

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Inktober 8 2018 Star Lucias Zeichnung

8. Oktober 2018 Inktober–Drabble: Star

Wohin denn so eilig?“, fragt Kyra und deutet auf meine prall gefüllte Sporttasche. „Das Sportstudio hat doch längst geschlossen.“

Diese Ziege. Ich versuche, locker zu bleiben und antworte nicht. Es geht sie nichts an, was ich nach der Schule so treibe. Es reicht schon, wenn sie mir dort das Leben schwer macht.

Musst du auch zur Stadthalle? Ich bin backstage eingeladen, und du?“ plappert sie weiter.

Putzdienst“, sage ich und verschwinde im Hintereingang der Konzerthalle.

Eine Stunde später betrete ich die Bühne. Die Halle ist voll und alle jubeln mir zu. Die Musik setzt ein und ich beginne zu singen.

#Inktober 2018: 7. Oktober „Exhausted / erschöpft“

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Seit 2009 inspiriert der Inktober jedes Jahr die Künstler der Welt, mit Tusche oder Fineliner jeden Tag des Monats Oktober zu einem bestimmten, täglich neuen Thema eine Zeichnung anzufertigen. Schön und gut. Aber wir setzen noch eins drauf! Denn was ist schon eine Zeichnung ohne Geschichte? Richtig 😉 Also versuche ich, mit einem Drabble – einem Geschichtenentwurf aus genau 100 Wörtern – die wunderschönen Illustrationen von FantaghiroArt zu begleiten. Hier unsere Ergebnisse. Viel Spaß!

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Inktober 7 2018 exhausted Lucias Zeichnung

7. Oktober 2018 Inktober-Drabble: Exhausted / erschöpft

Ich bin sowas von tot!“, murmelt sie und lässt sich auf ihr Bett fallen, platt wie eine Flunder.

Du Arme, was war denn heute los?“, frage ich und setze mich zu ihr.

Wir mussten rennen im Sport, Ausdauer, 20 Minuten. Und dann auch noch im Schlosspark, wo alle Leute zugucken“, klagt sie.

Da sind doch nur ein paar Leute mit seniler Bettflucht“, lache ich.

Statt einer Antwort höre ich es leise schnarchen. Ich erhebe mich vorsichtig, ziehe die Vorhänge zu. Auf ihrem Schreibtisch steht das Photo von Usain Bolt.

Warum nur mache ich mir um ihre sportlichen Erfolge keine Gedanken?

#Inktober 2018: 6. Oktober „Drooling / sabbernd“

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Seit 2009 inspiriert der Inktober jedes Jahr die Künstler der Welt, mit Tusche oder Fineliner jeden Tag des Monats Oktober zu einem bestimmten, täglich neuen Thema eine Zeichnung anzufertigen. Schön und gut. Aber wir setzen noch eins drauf! Denn was ist schon eine Zeichnung ohne Geschichte? Richtig 😉 Also versuche ich, mit einem Drabble – einem Geschichtenentwurf aus genau 100 Wörtern – die wunderschönen Illustrationen von FantaghiroArt zu begleiten. Hier unsere Ergebnisse. Viel Spaß!

Since 2009 exists the Inktober. And here you can see our results: the sketches of FantaghiroArt and 100-words-drabbles written by me, Andrea Maluga. Enjoy!

Inktober 6 2018 sabbern Lucias Zeichnung6. Oktober 2018 Inktober-Drabble: „Drooling / sabbernd“

Mama, guck mal, Teddy hat böse geträumt.“

Jetzt ist es ja wieder gut. Geh dich anziehen, Marie.“

Mama, Teddy ist traurig. Er will ein Eis.“

Marie, wie sieht denn das aus? Der Pullover passt überhaupt nicht zur Hose! Nimm den weißen.“

Mama, Teddy weint und möchte nicht mit.“

Dann lass ihn hier. Ich muss nur noch bei e-bay was checken. Warte.“

Mama?“

Was ist denn, Marie? O, nein! Du hast dich ja ganz vollgesabbert. So können wir auf keinen Fall zu meinen Freundinnen gehen. Man schämt sich ja in Grund und Boden mit dir. Geh dich saubermachen!“