Archiv der Kategorie: Kritiken/Bemerkungen

Berlinale 2018: Die unglaubliche Geschichte von der Riesenbirne / Den utrolige historie om den kaempestore paere – Dänemark 2017

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Kaum ist die  Karnevalszeit vorbei, beginnt die Zeit der BERLINALE! Schon zum sechsten Mal berichte ich von den Filmen, die ich auf dem Internationalen Filmfestival in Berlin seit 2013 erleben durfte. Oft hatte ich die Möglichkeit, mit Regisseuren und Darstellern zu reden oder den Interviews, die sie gegeben haben, zu lauschen. Hier nun die Filme der Sektion Kinder- und Jugendfilme 41. Generation:

Die unglaubliche Geschichte von der Riesenbirne – Den utrolige historie om den kaempestore paere (Dänemark 2017)

A beautiful animated film from Denmark, which opened the 41st International Film Festival – Generation – BERLINALE 2018. For young and old from 8 years on. The audience laughed and cried and hold their breath – this is how a winner film have to be! A great adventure with a giant pear and a great friendship.

Der Bürgermeister der Stadt Sonnenhafen verschwindet spurlos und somit schlägt die Stunde seines Stellvertreters, der hofft, jetzt selbst Bürgermeister werden zu können. Zur Vorbereitung seiner Wahl lässt er ein unglaublich riesiges Rathaus errichten, dessen Schatten Sonnenhafen verschandelt und in Dunkelheit versinken lässt. Die Blumen lassen die Köpfe hängen, die Menschen verlieren ihre Lustigkeit und überhaupt vermissen alle JB, den Bürgermeister. Als Mitcho und Sebastian beim Angeln eine Flaschenpost finden, stellt sich heraus, dass JB auf einer geheimnisvollen Insel gestrandet ist und auf Rettung hofft. Als Geschenk schickt er einen Samen mit, aus dem über Nacht im Vorgarten eine Riesenbirne wächst. Leider zerstört sie dabei das Haus der beiden Freunde.  Der zu Hilfe gerufene Professor Glukose aus dem Atomlabor baut ihnen aus der Riesenbirne ein Haus. Das gerät auf einen Anhänger und schon geht die Reise mit einer aberwitzigen Verfolgungsjagd los.

Das Haus fällt ins Wasser und wird so zum Schiff. Ein Abenteuer jagt das nächste: ein einsamer Unterseeforscher mit einem mechanischen Drachen, drei fürchterliche Piraten und ein alles verschluckender schwarzer Nebel müssen bezwungen werden, bevor sie endlich die geheimnisvolle Insel erreichen. Doch werden Mitcho, Sebastian und Glukose sie je wieder verlasssen können? Die Riesenbirne liegt zerschellt am Ufer und auch der Motor der Insel fällt irgendwann aus.

Ein zauberhafter Animationsfilm, mitreißend, für Jung und Alt. Das Publikum hielt den Atem an, weinte und lachte – so sehen Siegerfilme aus. Mal sehen, ob wir mit unserem Tipp richtig liegen.

Der Drache mit seiner Mechanik und allgemein die vielen Details haben uns begeistert. Ebenso die herzerwärmende Freundschaft von Sebastian und Mitcho, die um jeden Preis zusammenhalten, und wie aus einem Angsthasen ein Held wird. Sehr sinnlich und zart war die Fahrt durch den schwarzen Nebel, ein Ort der absoluten Hoffnungslosigkeit, der zum Ort der Zuversicht wird.

Nach der Vorführung des Films durften die Kinder Fragen an die drei Regisseure Philip Einstein Lipski, Amalie Naesby Fick und Jörgen Lerdam stellen. Hier nun ihre Antworten:

Wir fühlen uns sehr geehrt, dass unser Film die 41. Filmfestspiele Generation eröffnen durfte!

Das Buch von Jakob Martin Strid, auf dem unser Film basiert, fanden wir sehr anarchistisch. Es sollte ein Film für alles Altersgruppen werden, das ist natürlich eine Schwierigkeit. Aber dadurch, dass die Hauptdarsteller zwei Tiere sind, können Zuschauer besser akzeptieren, dass diese in einer Riesenbirne reisen. Überhaupt eignet sich eine Birne besser als beispielsweise ein Apfel, da man mehrere Etagen einbauen kann 😉 Insgesamt haben wir vier Jahre gebraucht, um den Film fertigzustellen: Entwicklung, Animation und Geld beschaffen.

Die geheimnisvolle Insel ist so geheim, dass wir leider das Geheimnis bewahren müssen. Sie ist vor Urzeiten entstanden, als eine indianische Kultur auf der Erde lebte. Eine Klippe brach ab und trieb als Insel durchs Meer. Ein russischer Zahnarzt baute eine Mechanik in die Insel, damit sie seetüchtig ist. Der Großvater von Sebastian ist leider auf seiner Suche nach dieser Insel so lange unterwegs gewesen, dass er gestorben ist. Seitdem ist er verschollen.

Um diesen Film zu realisieren, haben 70 Spezialisten ihr Bestes gegeben.

Der Film ist für Leute ab 8 Jahre empfohlen

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BERLINALE 2017 mit Mini-Exklusiv-Interview zur Weltpremiere von „Amelie rennt“

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amelie-rennt-nebendarstellerinnenFoto: Die zauberhaften Darstellerinnen Lena Oderich und Kollegin, die im Film „Amelie rennt“ der Hauptdarstellerin das Leben retten!

In February was time for BERLINALE – International Filmfestival! Today I’ll present the movie „Mountain miracle – An unexpected friendship“, a german-italien film (2017).Here: My review.

Beim Internationalen Filmfestival Berlinale hatte ich Glückliche in diesem Jahr insgesamt sieben Mal die Möglichkeit, bei einem Film bzw. bei Kurzfilmen dabei zu sein! Natürlich lasse ich Euch nicht auf dem Trocknen sitzen, sondern berichte wie immer von meinen Eindrücken auf der Berlinale.

Ich durfte bei der Weltpremiere des Films „Amelie rennt“ dabei sein,  der in der Sektion Generation Kplus zu sehen war. Hier meine Rezension.

Auf die Fragen der Zuschauer gab das Filmteam nach der Aufführung folgende Antworten:

Insgesamt haben die Arbeiten an dem Film ein Jahr gedauert, die Drehzeit selbst betrug 30 Tage.

Drehorte waren Berlin und Südtirol.

Die Hauptdarstellerin Mia Kasalo hat schon in mehreren Filmen mitgespielt. Asthma hat sie glücklicherweise nicht.

Das Filmteam könnte sich eine Fortsetzung der Geschichte  vorstellen, dann muss Samuel Girardi (Bart) aber nach Berlin kommen 😉

Ab 21. September 2017 kommt „Amelie rennt“ in die deutschen Kinos. Tipp: Hingehen!

Am Rande der Autogrammstunde hatte ich die Möglichkeit, ein Mini-Exklusiv-Interview mit den beiden Darstellerinnen Lena Oderich (Viola) und ihrer Kollegin zu führen:

Wie war es, mit Mia Kasalo (Amelie) zusammenzuarbeiten?

Lena: Mia ist eine tolle Hauptdarstellerin! Sie hat uns nie das Gefühl gegeben, dass wir „nur“ Nebendarstellerinnen sind und weniger wichtig wären. Das hat man schon daran gesehen, dass sie sich nach der Premiere an den Rand und nicht in die Mitte gestellt hat.

(Lena erkennt meine ZeilenZauber-Eule am Revers meiner Jacke, deshalb frage ich:) Nimmst Du wieder am jährlichen ZeilenZauber-Schreibwettbewerb teil?

Lena: (lacht) Da ich ja jetzt das eigentlich noch geheime Thema kenne, werde ich mir wohl etwas einfallen lassen! Ich freue mich schon 🙂

Vielen Dank und viel Erfolg in allem ❤

 

BERLINALE 2017 Weltpremiere von „Amelie rennt“ Deutschland / Italien 2017

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amelie-rennt-hauptdarstellerFoto: Die fabelhaften Hauptdarsteller Mia Kasalo und Samuel Girardi bei der Autogrammstunde

It’s February and time for BERLINALE – International Filmfestival! Today I’ll present the movie „Mountain miracle – An unexpected friendship“, a german-italien film (2017).

Das Internationale Filmfestival Berlinale ist in vollem Gange und ich Glückliche habe in diesem Jahr insgesamt sieben Mal die Möglichkeit, bei einem Film bzw. bei Kurzfilmen dabei zu sein! Natürlich lasse ich Euch nicht auf dem Trocknen sitzen, sondern werde wie immer von meinen Eindrücken auf der Berlinale berichten:

Ich durfte bei der Weltpremiere des Films „Amelie rennt“ dabei sein,  der in der Sektion Generation Kplus zu sehen war. Der Film ist eine deutsch-italienische Koproduktion des Regisseurs Tobias Wiemann. Er kann sich auf ein großartiges Schauspielteam verlassen: Es spielen mit Susanne Bormann, Denis Moschitto, und Jasmin Tabatabai. Auch die Kinderdarsteller sind hinreißend, allen voran Mia Kasalo und Samuel Girardi ebenso wie Shenia Pitschmann, Lena Oderich und Kollegin.

Amelie, ein Mädchen aus Berlin, will immer mit dem Kopf durch die Wand. Alles muss sie ausprobieren, nie verlässt sie sich auf Warnungen der Anderen. Deshalb fällt es ihr unendlich schwer, ihre lebensbedrohliche Krankheit Asthma anzunehmen. Sie will nicht das bedauernswerte Mädchen sein und kapselt sich durch ihre mürrische, bisweilen gewalttätige Art von Kindern und Erwachsenen ab. (Um dem Publikum zu verdeutlichen, wie stark Amelies Atmung eingeschränkt ist, lässt die Ärztin die Eltern, die Nasenklammern tragen, durch einen Strohhalm ein- und ausatmen.)

Als letzte Chance sehen die Eltern einen Sanatoriumsaufenthalt in den Bergen, der Amelie Hilfe und Einsicht bringen soll. Doch auch dort läuft sie vor allem davon, vor ihren Problemen, vor den mitfühlenden Menschen, letztlich vor sich selbst. In bezaubernde und gleichzeitig gewaltige Landschaftsbilder gebettet, beginnt Amelie einen Aufstieg in die Alpen. Der Weg zu sich selbst. Ihr Begleiter Bart steht ihr beobachtend zur Seite, halb amüsiert über ihre Versuche, gegen die Natur und alle Widerstände anzukämpfen. Kurz vor der Verzweiflung lässt er sie trotz aller Zurückweisungen nicht im Stich und so kann sie das Wunder der Bergfeuer erleben.

Ein atemlos machender Film für Leute ab 6.

Handwerker Hannes rockte die Lesebühne „SoNochNie“

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lesebuehne-sonochnie-jan-2017-hohe-aufloesungWhat a night on the Reading Stage SoNochNie in Berlin! My fanbase surprised me so much – thank you for coming ❤ The keeper of the minutes believes that I love my protagonist „Craftsman Hannes“, who speaks Berlin idiom 🙂

 

„Volle Hütte“ an einem Montagabend, konstatierte der Protokollant der Lesebühne SoNochNie anlässlich der Lesung am 23. Januar 2017. Das lag zum großen Teil an meiner unglaublichen Fangemeinde, die es sich nicht nehmen ließ, aus den Weiten der Großstadt anzureisen. Vielen lieben Dank, Ihr habt mich schwer überrascht!

Weiter aus dem Protokoll (das auch die weiteren Lesenden bedenkt):

„Nach der Pause war die Andrea („andreamaluga.wordpress.com“) dran. Sie las zwei heitere Geschichten über den Handwerker Hannes. Sie leistete einen Beitrag zur Erhaltung der Berliner Schnauze. Ich glaube, sie liebt ihn (;-)), auch wenn sie ihn für einen Fall für den Frauenbeauftragten hält.“

Heute frisch in der Lesetheke: Skurrile Mordfälle, Benedict-Cumberbatch-Fangemeinde und DDR-Theater

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lesen-in-der-badewanne-daniela-westphalFoto: Daniela W.

As you can easily recognize, I’m not sitting in the certainly fragrant bathtub. It is maybe better, otherwise this post will be fall into the water before completion 😉

As an expert for literature, I will be often asked to recommend books. It is correct to do it, because I am offer readings, contests and courses. But I am not up to date about the current books, bestselling titles etc. My recommendations are very individual!

Even though Christmas is over, you should treat yourself to take a bath with a good book! Here are my recommendations for this:

For fans of crime stories as well for clever humorous readers who love bizarre stories and fans are above 10 years I recommend absolutely the „Flavia de Luce“ series by Alan Bradley.

For all readers interested in history, who like family stories and they do not glorify the former GDR: Marion Brasch’s – „Now it is silence“

For Benedict-Cumberbatch-Fangirls and readers who love classics: Sir Arthur Conan Doyle’s „Sherlock Holmes“

Wie unschwer zu erkennen ist, sitze nicht ich in dieser sicherlich wunderbar duftenden Badewanne. Ist auch besser so, sonst liefe der Beitrag Gefahr, in die Fluten zu stürzen, während ich ihn schreibe.

Oft werde ich als Lese-Expertin angesprochen. Das hat natürlich seine Berechtigung, ist es doch eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, Lesungen für Erwachsene und Kinder, Schreibwettbewerbe und Schreibkurse zu veranstalten. Das heißt jedoch nicht, dass ich beim Bücherlesen auf dem Laufenden bin. Schon gar nicht die aktuellen Bestsellerlisten betreffend, daher kommen meine Empfehlungen direkt von meinem Nachttisch, wo sich im Laufe der Zeit ein Bücherturm angesiedelt hat. Ein wirklich hoher, absturzgefährdeter Turm!

Auch wenn Weihnachten eben vorbei ist, sollte man / frau sich ab und zu etwas Gutes tun. Wie wäre es also mit einer heißen Badewanne und einem guten Buch? Hier meine Empfehlungen:

Für Krimifans, kluge, Skurrilität liebende Leute, Humorvolle, Familienvorlesende, Überzehnjährige empfehle ich unbedingt die Reihe von

Alan Bradley „Flavia de Luce“

Für Geschichtsinteressierte, Familienromanleser, Nicht-DDR-Romantiker –

Marion Brasch „Ab jetzt ist Ruhe“

(gibt’s auch als Theaterstück am Deutschen Theater in Berlin – sehr empfehlenswert!)

Für Wiederleser, Klassikliebhaber, Benedict-Cumberbatch-Fangirls –

Sir Arthur Conan Doyle „Sherlock Holmes“

Rezension: Antje Herden „Anton und Marlene und die tatsächlichen Tatsachen“

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Bucheinband Antje Herden Anton und MarleneIm Rahmen einer lovelybooks-Leserunde habe ich „Anton und Marlene“ gewonnen und da es üblich ist, im Gegenzug Rezensionen zu verfassen, will ich den Gepflogenheiten Genüge tun.

 Das Buch „Anton und Marlene und die tatsächlichen Tatsachen“ ist der zweite Band der auf drei Bände ausgelegten Geschichte von Antje Herden. Seit 2010 schreibt die in Magdeburg und Darmstadt aufgewachsene Autorin (*1971) Bücher für Kinder. Dabei hat sie offenbar ein gutes Gespür für Weltretter und schreibt mit großem Erfolg deren Abenteuer auf.

Obwohl ich den Inhalt des ersten Bandes nicht kannte, fiel es mir leicht, in die Geschichte hinein zu finden, die locker und mit Witz erzählt wird.

Die Ideen der Autorin sind überraschend, verdreht und lustig. Es geht um Außerirdisches, Entführungen, Schule, Freundschaft und Liebe. Auch wenn viel Seltsames und Erschreckendes passiert, selbst wenn Kinder verschwinden und Erwachsene ein falsches Spiel treiben und nicht mehr verlässlich sind – alles lässt sich ertragen mit einer besten Freundin und einem besten Freund an der Seite. Und noch viel mehr, denn die beiden besten Freunde Anton und Marlene schaffen das scheinbar Unmögliche, nämlich die verschwundenen Kinder zu befreien und die Erwachsenen zu enttarnen!

Lustig, ein bisschen verrückt und Phantasie anregend, ich könnte mir vorstellen, dass meinen ZeilenZauber-Schreibkurskindern, die 9 und 10 Jahre jung sind, das Buch gefallen würde. Deshalb werde ich es mit ihnen im nächsten Schuljahr lesen, mit verstellten Stimmen und gebastelten Unwahrscheinlichkeiten und allem pipapo 😉

Fischer KJB Verlag 2016

mit Vignetten von Regina Kehn

empfohlen ab 8 Jahre

 

„Zafir, der schwarze Hengst“ Dänemark 2003

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Zafir_KDV

„Zafir, der schwarze Hengst“

Dänemark 2003 FSK 0

Anlässlich des Erscheinens auf DVD bat mich der Filmverleih MFA+ um die Rezension des dänischen Films „Zafir, der schwarze Hengst“. Als Dankeschön wurden mir Preise für den von mir ehrenamtlich ausgerichteten 3. ZeilenZauber-Schreibwettbewerb überlassen, was mich sehr freut.

„Zafir, der schwarze Hengst“ ist ein sehr ruhiger Film, basierend auf einer Buchvorlage, der für die jüngsten Pferdeliebhaber geeignet ist.

Das Mädchen Anna verbringt seine gesamte freie Zeit im Pferdestall und wünscht sich nichts sehnlicher, als eines Tages den seit einem Unfall als unberechenbar geltenden, wunderschönen Hengst Zafir reiten zu dürfen. Doch weder der Reitlehrer noch die Eltern sind einverstanden, denn Lena, die Schwester Annas, starb bei diesem Unfall.

So fristet Zafir ein eher freudloses Dasein. Bis eines Tages ein fremdes Kind im Stall auftaucht, das sich als „Pferdeflüsterer“ herausstellt und auf Anhieb Kontakt zu dem scheuen Pferd herstellen kann. Eifersüchtig beobachtet Anna das Treiben, überwindet jedoch ihre Abneigung und freundet sich mit dem Kind an. Gemeinsam beginnen sie, das Pferd für den Wettbewerb zu trainieren. Als ihr Plan auffliegt, wachsen ihnen die sich vor ihnen auftürmenden Probleme über den Kopf und scheinen unüberwindlich.

Konflikte, wie zum Beispiel der tragische Tod der Schwester, werden angestoßen, jedoch wahrscheinlich aus Rücksicht auf das sehr junge Publikum nicht auserzählt. Damit bleibt der Film konsequent auf der Ebene der Kinder, die natürlich oft mit dem Noch-nicht-Verstehen konfrontiert sind. Die vorsichtige Erzählweise setzt sich fort, begleitet von beeindruckenden landschaftlichen Bildern.

Ein Film über Verantwortung, Freundschaft, Tod und Vertrauen.

Ohne Altersbeschränkung

 

Neue Rezension meiner Geschichten!

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Da wird mir gesagt: lass uns mal Deinen Namen googlen. Es finden sich 108.000 Einträge, pah, gehören sowieso alle nicht zu mir. Und was haben wir hier? Eine Rezension meiner Mauergeschichten, hab ich bisher übersehen! Herz hüpft aufgeregt! Schreibt die Gewinnerin meines Büchleins Positives? Jaaaa! Und ich bin hochzufrieden. Vielen Dank, liebe Julia Funkelfaden. Und weil ich gerade so schön beim rebloggen bin, habe ich Julias Text hierher gezogen, wobei er im Original natürlich auch sehr hübsch anzusehen ist. Und ein blog-Besuch bei Funkelfaden lohnt sich sowieso immer 😉

Cover meine Mauergeschichten Foto: Funkelfaden

„Bei der Aktion Blogger schenken Lesefreunde zum Welttag des Buches habe ich auch an einigen der vielen schönen Verlosungen teilgenommen. Auf dem Blog der Autorin Andrea Maluga habe ich eines ihrer Werke gewonnen, von dem ich euch gerne berichten möchte.

Inhalt “Über Grenzen”

“Über Grenzen” beinhaltet drei Geschichten. Die Geschichte von Micha, der in den Schulferien immer die Großmutter auf dem Land besuchen fährt und sich unglaublich darauf freut. Die Geschichte von Sabine, deren Freund plötzlich in München ist und dem sie gerne folgen möchte. Und die Geschichte von Tobias, der aus jugendlichem Leichtsinn einen Fehler begeht. Alle drei Geschichten handeln von einer Mauer, die ein Land jahrzehntelang teilte.

Meine Meinung zum Buch

“Über Grenzen” von Andrea Maluga ist mit gerade einmal 50 Seiten ein kurzes Buch, das aber dennoch Eindruck hinterlässt. Die drei Geschichten erzählen von Einzelschicksalen, wie es sie wohl viele in der DDR gegeben hat. So schön die erste Geschichte beginnt, mit einem Ausflug zur Oma aufs Land, so traurig endet sie doch. Auch die zweite Geschichte beinhaltet zwar Mut und Hoffnung, aber auch viel Trauer und den Schmerz des Verlustes. Die dritte Geschichte hingegen ist generell einfach nur traurig, auch wenn es hier ein hoffnungsvolles Element, einen Menschen, der wenigsten ein wenig über die Regeln eines totalitären Staates hinwegsieht.

Ich bin zwar noch zu Mauerzeiten in Berlin geboren, war aber erst drei Jahre alt, als die Mauer fiel. Für  mich ist die Mauer damit ein historischer Fakt, Geschichte, aber nichts selbst erlebtes, so dass ich solche Erzählungen, wie die drei kurzen Geschichten von Andrea Maluga, sehr spannend finde. Gerade wenn man die Schauplätze einer Geschichte kennt, hat man meist doch auch noch eine ganz andere Beziehung dazu. Mich regt das Büchlein zum nachdenken an und da es so kurz und angenehm zu lesen ist, habe ich es inzwischen noch ein zweites mal gelesen.

Schön finde ich übrigens, wie das Buch gebunden ist. Wie ihr auf dem Bild seht, schaut aus dem Cover des Buches “Über Grenzen” ein Bändchen mit Perlen heraus. Dies ist nicht etwa ein Lesezeichen, sondern die Bindung. Die Seiten des Buches wurden damit einfach in den Einband des Buches gebunden. Eine wundervolle Idee und deutlich schöner, als industriell gedruckte Bücher. Das Cover zeigt die Mauer übrigens so, wie ich sie kenne. Völlig überwuchert und ein Stück unserer Geschichte.“