Archiv der Kategorie: Zeilenzauber-Schreibkurs

Krimi zur Preisverleihung des ZeilenZauber-Schreibwettbewerbs 2020 am 11. Juni 2020

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zzcoronaFoto: Corona-Eule von fantaghiroArt

Heiß erwartet und nun isses endlich soweit: der Tag der Preisverleihung zum 7. ZeilenZauber-Schreibwettbewerb. Und nun? Macht Euch auf einen Krimi gefasst:

Die Kurzversion: Es findet eine Geister-Preisverleihung statt. Wir VERSUCHEN morgen, am 11. Juni 2020, die Veranstaltung ab etwa 16:45 Uhr über jitsi sowie live über den youTube-Kanal Zeilenzauber-Schreibwerkstatt zu streamen.

Das ist der Zugang über jitsi: https://meet.jit.si/ZZ-Preisverleihung2020

Problem bei youTube: der Kanal Zeilenzauber-Schreibwerkstatt ist bis dato noch nicht freigeschaltet. Wir werden die Aufnahme auf jeden Fall dort so schnell wie möglich online stellen, falls es live nicht klappt.

Die Langversion:

Erst gestern Abend erhielt ich die Genehmigung, mit Technikern und Jurymitgliedern in der Aula des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums ohne Publikum die Preisverleihung zu veranstalten.

Tausend Fragen sind zu klären: Wie sieht es mit dem WLAN aus, dürfen Schulfremde darauf zugreifen? (Nein) Wer hat eine Kamera? (Tobi und Maren) Wie sieht es mit jitsi aus, bricht es zusammen bzw. kriegen wir es überhaupt installiert? (Drückt die Daumen!) Wer kann einen Hotspot legen? (Lucia und ich) Wie machen wir die Bühnengestaltung, bewegt wie immer? (Nein) Haben alle Sponsoren schon ihre Preise bereitgelegt? (Nein) Wer holt sie aus den Geschäften ab? (Ich, Lucia und niemand) Antworten die Jurykinder, ob sie kommen? (Nein) Sind die Texte schon ausgedruckt? (Nein) War die Jury pünktlich mit der Abgabe ihrer Bewertungen? (Ja) Sind die Bücher und andere Geschenke schon den Gewinnern zugeordnet? (Nein) Und so weiter….

Der Witz ist, dass wir alle morgen Nachmittag frisch geföhnt und lächelnd auf der Bühne sitzen werden. Jitsi wird funktionieren und in allerletzter Minute auch youTube, zumindest können wir Aufnahmen machen und es später auf dem Kanal Zeilenzauber-Schreibwerkstatt bzw. auf dem ebenfalls noch nicht freigeschalteten Kanal Andrea Maluga hochladen. Wir werden die Geschichten und Gedichte der Gewinner aller Kategorien lesen, uns an den Comics freuen und um 18 Uhr glücklich der Putzfee den Saalschlüssel wieder in die Hand drücken, damit sie nach uns alles desinfizieren kann. Uff. Ick freu ma 😉

YouTube-Konzertlesung live am 22. Mai 2020

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Ich wurde vom Pianisten Stephan Graf v. Bothmer eingeladen, bei seiner Veranstaltung „Entdeckungen – Musik, Literatur, Illustration“ mitzuwirken. Stephan Graf von Bothmer spielt seine wunderbaren Stücke am Klavier und ich habe die Ehre, neben Junia v. Bothmer (Text) und Lucia Maluga (Illustration) eigene Texte zu lesen.

Am 22. Mai 2020, 19:30 Uhr, live auf der Bühne der Alten Pumpe Berlin

Online-link: https://youtu.be/84SfMTGqj7Y

Wir freuen uns auf Euch!

ZeilenZaubers Schreibwettbewerb 2020 – Das Plakat

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Plakat 2020-withAudiamoNa, habt Ihr es schon vermisst? Ich ja. Ich meine das Plakat des diesjährigen ZeilenZauber-Schreibwettbewerbs. War wegen C., das uns allen das Frühjahr verhagelt. Wenigstens das Wetter war nett zu uns. Genug schwadroniert und ab an die Federn, Ihr Hasen! Schreibt für mich, für Euch, gegen C. oder den Weltschmerz, aber schreibt!

Denn wie Ihr unschwer erkennen könnt, wurde der Einsendeschluss zum allerersten Mal in der langen Geschichte des ZeilenZaubers verlängert bis zum 10. Mai 2020. Nicht nur, weil das Datum hübscher aussieht, sondern weil ich weiß, dass noch einige Kinder und Jugendliche Geschichten, Gedichte oder Comics in der Pipeline haben und nur einen winzigen Endspurt benötigen. Den habt Ihr jetzt. Macht was draus, ich freue mich.

Die ersten Preise stapeln sich schon bei mir im Flur 😉 Wenn Ihr nachsehen wollt, wer hinter den Sponsoren für die Preise steht, kann sich die Mini-Porträts der BuchSeglerin Wiebke Schlesier und der Schmuckfee Manuela Mensch anschauen, viel Vergnügen! Und habt Ihr schon gesehen, dass wir dank Klinkenputzerei sensationellerweise zwei neue Sponsoren für die Preise haben?? Comic- und Hörspielfreunde können schon gespannt sein.

Mitmachbedingungen könnt Ihr hier nochmal nachlesen und auch, wohin die ganze Chose geschickt werden soll. Bis dann ❤

Sieben Jahre – sieben Fragen: ZeilenZaubers Lieblingssponsoren II „Markasit“

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Der ZeilenZauber-Schreibwettbewerb erreicht jedes Jahr 100 bis 150 Kinder und Jugendliche, jedes dritte Kind wird dank vieler Spenden einen Preis gewinnen können. Und unser Lohn sind supertolle Geschichten, Gedichte und Comics, strahlende Gesichter, kleine Nervenzusammenbrüche vor Freude und viel Mut, sich mit einem der weltbewegenden Themen zu befassen, die da bisher waren: Von Glück über Frieden, Zeit, Traum, Geheimnis bis zu Freiheit. Und nun Wunder.
Und das Besondere: richtige Menschen stehen hinter all dem, die sich Mühe geben und zuverlässig zur Stelle sind, wenn es wieder heißt: Ab an die Schreibfedern, liebe Leute!
In diesem Sinne habe ich den Sponsoren des ZeilenZauber-Schreibwettbewerbs sieben Fragen geschickt, eine für jedes Jahr, und gespannt auf ihre Antworten gewartet. (Teil I könnt Ihr hier nachlesen)

Das ist Manuela Mensch, Eigentümerin des Schmuckladens Markasit, in dem sie nicht nur Schmuck, sondern auch Accesoires und Wohndekoration anbietet.  Seit einigen Jahren spendet sie für die Preisträger des ZeilenZauber-Schreibwettbewerbs. Und hier ihre Antworten:

1. Welches ist dein Lieblingsprodukt, welches in deinem Laden angeboten wird?

Ich liebe sie doch alle !! (Alle Ringlein, Ketten, Ohrringe, Kerzenhalter, schöne Gefäße, sagt Andrea 😉 )

2. Werden in deinem Geschäft auch kulturelle Veranstaltungen angeboten?

Nur das Gespräch mit mir….sonst leider nicht. (Abgesehen von kleineren Events, auch die ZeilenZauberkinder durften hier schon eine Lesung zum Vorlesetag anbieten. Vielen Dank nochmals 😉 , sagt Andrea)

3. Was machst du an deinem Arbeitsplatz?

Mich schweren Herzens von meinen Lieblingsprodukten trennen. (Und die Kunden wunderbar beraten, ohne ihnen etwas aufzuschwatzen! sagt Andrea)

4. Wer bist du? (gerne mit Foto 🙂

Manuela Mensch, eigentlich Diplombauer, jetzt hauptberufliche Elster mit gefülltem Nest namens Markasit.

5. Welches ist dein Lieblingsbuch, -film, -comic, -gedicht als Kind und jetzt?

Das Huhn Emma ist verschwunden (mit 4), Black Beauty (ich war ein Pferdemädchen), Alfons Zitterbacke (ich mag Humor), kein Comic, Reime von Wilhelm Busch, jetzt Krimis aller Länder und englische Filme,
von Monty Python`s bis Jane-Austen-Verfilmungen, immer noch kein Comic, Gedichte lese ich sehr selten, aber „Devantier dichtet“ ist ein schöner Lyrikspaß.

6. Was stellst du den Preisträgern des ZeilenZauber-Schreibwettbewerbs zur Verfügung?

Es gibt wieder Schmuckstücke aus meinem Laden, also eher für die Schriftstellerinnen, ihr wisst, schwer getrennt…..

7. Warum unterstützt du den ZeilenZauber-Schreibwettbewerb?

Ich lese unheimlich gerne und möchte auch in Zukunft von fleißigen kreativen Schriftstellern neues erfahren. Außerdem ist die Andrea so toll und enthusiastisch, so kann ich auch ihr Engagement unterstützen.
Vielen lieben Dank für Deine Antworten, ich freue mich immer sehr über Deine Unterstützung!!

Sieben Jahre – sieben Fragen: ZeilenZaubers Lieblings-Sponsoren I „BuchSegler“

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Wiebke Schleser Buchsegler Foto

Der ZeilenZauber-Schreibwettbewerb erreicht jedes Jahr 100 bis 150 Kinder und Jugendliche, jedes dritte Kind wird dank vieler Spenden einen Preis gewinnen können. Und unser Lohn sind supertolle Geschichten, Gedichte und Comics, strahlende Gesichter, kleine Nervenzusammenbrüche vor Freude und viel Mut, sich mit einem der weltbewegenden Themen zu befassen, die da bisher waren: Von Glück über Frieden, Zeit, Traum, Geheimnis bis zu Freiheit. Und nun Wunder.
Und das Besondere: richtige Menschen stehen hinter all dem, die sich Mühe geben und zuverlässig zur Stelle sind, wenn es wieder heißt: Ab an die Schreibfedern, liebe Leute!
In diesem Sinne habe ich den Sponsoren des ZeilenZauber-Schreibwettbewerbs sieben Fragen geschickt, eine für jedes Jahr, und gespannt auf ihre Antwort gewartet.

Das ist Wiebke Schleser, Eigentümerin der Buchhandlung BuchSegler. Von Beginn an, nämlich seit 2014 spendet sie kiloweise Lesefutter für die Preisträger des ZeilenZauber-Schreibwettbewerbs. Und hier ihre Antworten:

1. Welches ist dein Lieblingsprodukt, welches in deinem Laden angeboten wird?

Das Buch an sich ist mein Lieblingsprodukt! Doch meine ganz spezielle Liebe gilt dem Bilderbuch.  Hier wird die Illustration auseinander genommen, in ihre Einzelteile zerlegt um wahrgenommen zu werden, und der Text Buchstabe für Buchstabe aneinander gefügt, Wort für Wort entstehen Sätze und Geschichten – im besten Falle werden die Illustrationen zu einem Mehr an Geschichte, vielleicht auch gegenläufig. Große Kunst!

2. Werden in deinem Geschäft auch kulturelle Veranstaltungen angeboten?

Wir machen im Jahr zwischen 30 – 40 Veranstaltungen für Schulen und Kitas vor Ladenöffnung und in Absprache mit Lehrern und Erziehen. Diese Veranstaltungen sind NICHT öffentlich.

Weiterhin 3 – 5 öffentliche Veranstaltungen Lesungen, Ausstellungen, Mitwirkung am Kiezfest, Unpluggedival.

3. Was machst du an deinem Arbeitsplatz?

Ich verkaufe und berate unsere Kunden, berate Schulbibliotheken bei der Zusammenstellung aktueller Bestellungen, stelle die prämierten Bücher des Leipziger Lesekompass vor (da war ich bis 2019 Jurymitglied), aktuell bin ich Jurymitglied des Rattenfänger Literaturpreis der Stadt Hameln, engagiere mich für das Kinderbuch (Mitwirkung der Kampagne Einsatz Kinderbuch)   www.einsatzkinderbuch.de, lese, lese, lese, plane Ausstellungen und deren Umsetzung in unseren Räumen, gestalte mit größter Liebe und Vorfreude unsere Schaufenster  …

4. Wer bist du? (gerne mit Foto 🙂

Mutter von 2 Söhnen, Inhaberin des BuchSeglers, Ergotherapeutin (aktuell als Bibliotherapeutin in der Kinder und Jugendpsychiatrie) 1970 geboren in Mecklenburg und noch immer Heimweh nach dem Meer und dem flachen Land, ich bin meistens mit dem Rad unterwegs, jogge durch die Schönholzer Heide, bei allen sich bietenden Gelegenheiten spreche ich über Literatur, im besonderen Kinderliteratur …

5. Welches ist dein Lieblingsbuch, -film, -comic, -gedicht als Kind und jetzt?

Es gibt so viele schöne Bücher, so habe ich kein wirkliches Lieblingsbuch. Ich bin so häufig einfach nur begeistert und beflügelt. Als junge Erwachsene bekam ich zu Weihnachten eine besondere Ausgabe „Der Zauberer von Oz“, das hat mich in vielerlei Hinsicht beeindruckt und beeinflusst. „Die unendliche Geschichte“, „Gute Nacht Gorilla“, „Ente, Tod und Tulpen“, „Erebos“ … auch das sind besondere Bücher für mich und viele, viele mehr. Ich mag Gedichte von Mascha Koleko und James Krüss.

6. Was stellst du den Preisträgern des ZeilenZauber-Schreibwettbewerbs zur Verfügung?

 Lesefutter (Bücher), die Grundlage für eigene Geschichten ….

7. Warum unterstützt du den ZeilenZauber-Schreibwettbewerb?

Zum einen glaube ich ganz fest daran, dass Lesen die Welt bunter, heller, reicher macht und zum anderen, weil ich gern deine Arbeit unterstützen möchte, das kann ich nur mit Büchern. Danke!

Liebe Wiebke, ich danke Dir, dass Du mein Ehrenamt, nämlich den ZeilenZauber-Schreibwettbewerb, seit Jahren unterstützt, und ich freue mich sehr über Deine Zeilen. Auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit!

 

Mein allererstes Interview

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DSC_4912Nun isses soweit: Ich hab ein paar Stunden ordentlich vor mich hingeschwitzt und herausgekommen sind folgende Antworten auf die Fragen von Mercy Ferrars vom FFMag, dem Magazin für Kultur und Gesellschaft. Ich danke sehr für die freundliche Einladung und freue mich über viele Leser

„Vergangene Woche traf sich Ferrars & Fields mit Andrea Maluga, die mich vor geraumer Zeit mit ihrer sanften Stimme, ihren Worten und ihrem Charisma auf der Lesebühne des Zimmer16 in Berlin-Pankow verzauberte. Wir haben Andrea im Rahmen unserer Interviewreihe von und über inspirierende Frauen die ein oder andere Frage zu ihrem Schaffen gestellt.

FFMag: Liebe Andrea, stell dich doch bitte zunächst kurz vor.

Andrea: Mein Name ist Andrea Maluga, ich bin geborene Berlinerin und habe Germanistik mit Schwerpunkt Neuere Deutsche Literatur sowie Geschichte mit Schwerpunkt Mediävistik studiert—sogar auch zu Ende. (lacht)

Jetzt bin ich Autorin, schreibe Kurzgeschichten für Erwachsene und hoffe auf die baldige Veröffentlichung eines Romans. Des Weiteren schreibe ich für Kinder und Jugendliche, ebenfalls Kurzgeschichten, einige Romanmanuskripte schlummern im Schreibtisch. Meine Kurzgeschichten stelle ich in eigenen Lesungen vor, im Bereich der Erwachsenenliteratur habe ich bereits mehrmals in Anthologien veröffentlicht. Darüber hinaus habe ich auch einen Fachartikel in der Federwelt veröffentlicht. Meine Kurzgeschichten für Erwachsene sind eher ernst und beschäftigen sich mit den Umbrüchen und Zerrüttungen der Geschichte des 20. Jahrhunderts—aber ich kann auch lustig, da gibt es beispielsweise meine Figur Handwerker Hannes, der berlinert in seinen Geschichten und erklärt uns die Welt.

Außerdem organisiere ich ehrenamtlich den Zeilenzauber-Schreibwettbewerb, in diesem Jahr schon zum siebten Mal. Etwa 100 Kinder aus Deutschland und Österreich nehmen jährlich daran teil und schicken ihre Geschichten, Comics und Gedichte ein. Es gibt eine Erwachsenen- und eine Kinderjury, die die Texte bewerten—im Zweifel triumphiert natürlich die Kinderjury. In der Aula des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums in Berlin-Pankow findet jährlich die Preisverleihung statt, zu der Teilnehmer*innen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum anreisen. Vor acht Jahren gründete ich die ZeilenZauber-Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche. Wir treffen uns einmal monatlich in Berlin, ich organisiere Exkursionen zum Internationalen Filmfestival BERLINALE, zur Buchmesse in Berlin und eine jährlich stattfindende eigene Lesung, wir schreiben Texte und ich gebe Schreibtipps für die jungen Autoren.

Seit 2019 arbeite ich als Schreibtrainerin im Naturkundemuseum in Berlin und gebe Schreibkurse für Interessierte ab 16 Jahre, die am Ende mit einer Lesung der entstandenen Texte gekrönt werden.

FFMag: Wo und zu welcher Tageszeit schreibst du denn am liebsten?

Andrea: Am liebsten eigentlich im Kaffeehaus—jetzt habe ich mir aber auch den Wohnzimmertisch erobert. Der Vorteil im Kaffeehaus ist natürlich, dass ich mich nicht ablenken lassen kann. Meine Schreibzeit beginnt nachmittags—und dann gerne bis tief in die Nacht. Da eignet sich der Wohnzimmertisch dann manchmal doch etwas besser…

[…]

Das gesamte Interview könnt Ihr hier nachlesen. Viel Vergnügen 😉

Sieben auf einen Streich: Aufruf zum ZeilenZauber-Schreibwettbewerb 2020

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Schreibwettbewerb-handzettel 2020 NEUSieben ZeilenZauber-Schreibwettbewerbe auf einen Streich – wer hätte das im Jahr 2014, dem Gründungsjahr, gedacht! Unsere Themen reichten von Glück über Frieden, Zeit, Traum, Geheimnis bis zu Freiheit.

Und nun soll ein Wunder geschehen und vor allem die jüngeren Kinder von den Smartphones weglocken, hin zu Schreibtisch oder Gartenbank, auf jeden Fall mit Lieblingsstift und Schokolade, damit ihnen die allerbesten Geschichten, Gedichte oder Comics zum Thema „Wunder“ einfällt. Auf die „alten Hasen“ können wir uns eh verlassen, es ist ein schönes Gefühl, bekannte Namen im Posteingang wiederzufinden 😉

Wir, die Mitglieder der Kinderjury und der Erwachsenenjury, zählen auf Euch und warten gespannt auf Eure Ideen. Und sehr geehrte Lehrer, mal weghören bitte: Wenn es mit der Rechtschreibung oder Grammatik (noch) nicht so klappt, liebe junge Autorinnen und Autoren, lasst Euch nicht beirren – wir lieben jetzt schon Eure Texte ❤

Einsendeschluss: 1. Mai 2020

Cécile Belmont: Letter am Steinplatz 2019 – Teil II

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Letter am Steinplatz_01427Foto: Norbert Artner

Wäre ich größer, könnte ich den Fernsehturm sehen!

Das ist der Beitrag der ZeilenZauber-Schreibwerkstatt für LETTER AM STEINPLATZ. Was sagt Ihr zu unserem phänomenalen Satz, der im Rahmen des Kunstprojekts mit Cécile Belmont entstanden ist? Die Idee für diese Aussage kam auf die Frage: Was würde der Baum in der Mitte des Steinplatzes in Berlin-Charlottenburg sagen, wenn er sprechen könnte? Nach einer phantasievollen Suche nach DEM Satz, den wir gern verwenden wollten, gingen wir zur Produktion über: Cécile weihte uns in die Geheimnisse des Siebdrucks ein. Ein Platzregen drohte, unser Vorhaben zu vereiteln, doch wir fanden Unterschlupf auf der beschirmten Terrasse des Kaffeehauses „Filmbühne am Steinplatz“ und konnten unsere T-Shirts bedrucken. Der Fotograf Nobert Artner hat das Projekt begleitet.

Unser Satz hat uns alle bezaubert, da er voller Poesie ist und mit ihm eine Brücke zum kilometerweit entfernten Fernsehturm auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte schlägt. Und außerdem: Wollen wir nicht alle mal ein bisschen größer sein?

Und so geht es weiter im Rahmen von Letter am Steinplatz

ein temporäres Kunstprojekt von Cécile Belmont

 

Aktivierung der Buchstaben und Präsentation „Was bisher geschah“

 

Sonntag, 20. Oktober von 14.00 bis 18.00 Uhr

Sonntag, 27. Oktober von 14.00 bis 18.00 Uhr

Steinplatz, 10623 Berlin-Charlottenburg

www.letter-am-steinplatz.de

info@letter-am-steinplatz.de

 

Letter am Steinplatz sind Interventionen mit Wörtern vor Ort.

Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Menschen, die den Platz entdecken, erleben oder schätzen. Sie sind die Autoren, die Akteure und das Publikum. Zwei Monate lang dient der Steinplatz als Spielraum für ein lebendiges Experimentieren mit Buchstaben.

 

 

Mit der Teilnahme am Projekt Letter am Steinplatz wird dem Veranstalter die Erlaubnis erteilt, für das Projekt Foto- und Filmaufnahmen zu machen und diese Aufnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt für die Öffentlichkeitsarbeit und die Dokumentation, analog und digital, zu verwenden.

Die Aufnahmen werden auch dem Auftraggeber: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Abt. Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt Straßen- und Grünflächenamt für Dokumentationszwecke weitergegeben und verwendet.

Im Auftrags des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt

 

Cécile Belmont – Einladung zu Letter am Steinplatz 2019

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Einladung_Letter am Steinplatz (v8)_Seite_1Herzlich willkommen zum Kunstprojekt „Letter am Steinplatz“!

Der Steinplatz nahe dem Bahnhof Zoologischer Garten Berlin wurde umgestaltet und erwartet viele neue und alte Besucher. Die französische Künstlerin Cécile Belmont hat es sich zur Aufgabe gemacht, bis zum 30. Oktober 2019 die Besucher einzubinden in die „Besitznahme“: Buchstaben und Wörter zu bauen oder als Zaungast dabei zu sein. Gesucht werden Geschichten, Erfahrungen und Eindrücke rund um den Steinplatz.

Die Kinder und Jugendlichen der ZeilenZauber-Schreibwerkstatt haben eine exklusive Verabredung mit der Künstlerin Cécile Belmont und werden sogar handwerklich-künstlerisch tätig, aber psst, das ist noch obergeheim und wird erst im Nachhinein berichtet.

 

Literatur für das, was passiert beim Sommerfest des lcb

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Beim Sommerfest des Literarischen Colloquiums Berlin durfte die ZeilenZauber-Schreibwerkstatt natürlich nicht fehlen. Ein Höhepunkt unseres Besuchs war das Treffen der Kinder und Jugendlichen mit der Kunstaktionsgruppe von Literatur für das, was passiert (gegründet von von Julia Weber und Gianna Molinari) und die zauberhafte Geschichte, die uns Yael Inokai  gegen eine kleine Spende schenkte. Wir durften uns vier Wörter überlegen, die in der Geschichte vorkommen sollten und bekamen sogar die Erlaubnis, sie hier für Euch zu veröffentlichen. Viel Spaß!

Unsere gewünschten vier Wörter waren: Meer, Nordstern, Heißluftballon, Gingkobaum

Wo auch immer du bist, das Meer ist bei dir

(Titel von Junia – dankeschön 😉 )

Penelope ist in Neukölln am Meer aufgewachsen. In ihrem Zimmer, welches zwölf Quadratmeter misst, hängen dreiundsiebzig verschiedene Meere. Sie hat jede Postkarte, jedes Bild und irgendwann auch jede Beschreibung gesammelt, die das Meer zeigen. Sie ist umgeben von tosenden Wellen, blauen Buchten, Meer bei Regen, Meer bei Sonne, Meer bei blutrotem Sonnenuntergang. Und bei den Beschreibungen steht unter anderem „Sie liebte ihn und brauchte ihn wie die Fische das Meer.“ Nachts träumte Penelope auch vom Meer. Es war so nah, sie musste nur die Hand ausstrecken und schon fuhren ihre Finger durch das salzige Wasser. Manchmal lag sie auch im Meer und trieb darin wie ein Boot. Und manchmal war sie ein Fisch und das Meer war wie die Luft, die sie im wachen Zustand umgab.

Am Rand der Welt lag der Nordstern. Den sah Penelope immer kurz bevor sie einschlief, um vom Meer zu träumen. Ihre Mutter hatte ihr einmal erklärt, dass das Meer ganz kurz vor dem Nordstern läge. Das Meer, das nach Salz roch. Anders als der Salzstreuer, der neben Penelopes Bett stand,um ihre Träume zu verstärken und mit dem passenden Geruch zu unterlegen. Man kann eben nicht alles imitieren.

Penelope ist siebzehn Jahre alt und macht die Ausbildung zur Heißluftballonführerin. Je höher so ein Ballon steigt, desto näher kommt er den Ginkgobäumen, die die träumenden Menschen irgendwo in der Luft angesiedelt haben und nach denen sie sich immer sehnen, so wie Penelope sich danach sehnt, das Meer zu sehen.

Eines Tages, mitten in den Ginkgobäumen, erlischt das Feuer im Heißluftballon. Penelope erschrickt sich zutiefst, erinnert sich dann aber wie Boote auf den Meeren die Luft nutzen. Sie bindet den Ballon auf der einen Seite los und nutzt ihn als Segel. Sie stürzen nicht ab. Sie gleiten statt langsam zurück zu Boden weiter und weiter und weiter. Die Gäste an Bord schlafen irgendwann. Leichter Regen hat ihren Durst gestillt. Es dunkelt langsam ein. Irgendwann sieht Penelope ihren Heißluftballon auch am Boden. Sie merkt, dass sie über Wasser fliegt und das Wasser den Heißluftballon spiegelt. Und dann riecht es plötzlich, riecht es, wie es noch nie zuvor gerochen hat, nach Salz, der sich im Wind verfangen hat. Penelope ist am Meer.

Yael Inokai am 31.8.2019

Geschrieben für den ZeilenZauber-Meisterkurs